Erfolgreich bloggen

Verdiene Geld mit deinem Blog – das solltest du unbedingt beachten!

Hier einige Dinge, die du beachten solltest, bevor du mit deinem Blog Geld verdienst

Selbständigkeit bringt leider auch einiges an Bürokratie mit sich. Es empfiehlt sich beispielsweise, für längerfristige Kooperationen Verträge abzuschließen, in denen die Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit detailliert festgelegt sind (z.B. der Preis, die genauen Leistungen, in welchem Zeitraum diese zu erbringen sind, …). Für einmalige und sehr kurzfristige Kooperationen ist das nicht nötig. Du stellst, wenn du die vereinbarte Leistung erbracht hast, einfach eine Rechnung. In diesem Bereich kommt es glücklicherweise selten vor, dass Rechnungen nicht bezahlt werden. Bei größeren Firmen kann es manchmal etwas länger dauern, aber im Regelfall wird bezahlt. Zahlt eine Firma tatsächlich nicht, ist die Frage, ob du ein Mahnverfahren einleiten möchtest. Das macht bei größeren Beträgen sicher Sinn. Bei kleineren verfahre ich eigentlich immer so, dass ich mahne, evtl. anrufe und wenn sich dann nichts tut, nehme ich den Link / den Post / … einfach wieder vom Netz. Das spart mir letztlich mehr Zeit und Nerven, als das Ganze wert ist.
Eine Möglichkeit, solche Probleme zu umgehen, ist Vorkasse. Du verlangst also die Bezahlung deiner Leistung (oder zumindest eine Teilzahlung) im Voraus. Damit kannst du dein Risiko minimieren. Allerdings sind nicht alle Firmen bereit, Leistungen per Vorkasse zu bezahlen.

Du solltest auf alle Fälle deine konkreten Konditionen festlegen, ausformulieren und abspeichern, damit du Anfragen schnell beantworten kannst.

Die Antwort auf die Kooperationsanfrage eines Unternehmens könnte beispielsweise so aussehen:

Antwort auf die Kooperationsanfrage eines Unternehmens

Hallo Herr/Frau *XY*,

vielen Dank für Ihre Anfrage!

Grundsätzlich bin ich für kommerzielle Beiträge bzw. Advertorials offen.

Derzeit liegen die Kosten für einen von mir individuell verfassten Beitrag inkl. Content-Link bei *XY* Euro (zzgl. MwSt.). Der Link ist für ein Jahr gültig und kann danach gerne verlängert werden.

Hier einige Infos über mein Blog *XY*:
*Blogname* verfügt aktuell über *XY* unique Besucher, die *XY* Seitenaufrufe erzeugen. Die Besucherzahl wächst stetig, so dass *Blogname* auch in Zukunft interessante Möglichkeiten für Sie bietet.

Mein Mediakit und andere Kooperationsmöglichkeiten finden Sie hier: *Link zum Mediakit*

Wenn Ihnen mein Angebot zusagt, freue ich mich über konkrete Themenvorschläge für einen Beitrag. Ich sende Ihnen dann meine Guidelines für gesponserte Beiträge zu.

Mit besten Grüßen
*Dein Name*

Für den Fall, dass du eine interessante Marke / eine interessante Firma gefunden hast, mit der du gerne kooperieren möchtest, hier ein Beispiel für eine Anfrage:

Kooperations-Anfrage für ein Unternehmen

Hallo liebes *XY*-Team,

mein Name ist *dein Name*, ich betreibe den Blog *Blogname / URL*, der sich hauptsächlich mit dem Thema *Blogthema* beschäftigt.

Ich habe Ihr Produkt *Produktname* entdeckt und finde es toll. Deshalb würde ich es gerne meinen Lesern vorstellen und möchte hiermit anfragen, ob Ihrerseits Interesse an einer Kooperation in Form von eines Produkttests / eines Sponsorships / … besteht.

Ich biete Ihnen:

– *XY* Blogposts *(evtl. inkl. Content-Link)*
– *XY* Posts bei Facebook
– *XY* Tweets
– ein Video
– Fotos
– …

Mein Blog hat aktuell *XY* monatliche Besucher und *XY* Seitenaufrufe. Über Facebook erreiche ich *XY* Fans, über Twitter *XY* Follower.

Warum Sie mit *Blogname* kooperieren sollten?
– Vorteil 1
– Vorteil 2
– Vorteil 3 (hier müssen spezielle Vorzüge deines Blogs rein)

Was halten Sie von meinem Vorschlag?

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung.

Schöne Grüße
*dein Name*

Selbstverständlich solltest du die Vorlagen nicht 1:1 übernehmen, sondern an deine Bedürfnisse anpassen. Jede Mail sollte individuell auf deinen künftigen Kooperationspartner zugeschnitten sein. Aber als Anregung und Gedankenstütze darfst du sie gerne verwenden 🙂

Eine Frage, die mir häufig begegnet, ist diese: „Soll ich ein Gewerbe anmelden?“

Die Antwort darauf lautet: „Ja“ – so einfach ist das 😉

Sobald du eine „Gewinnerzielungsabsicht“ hast (also etwas tust, um damit Geld zu verdienen), musst du ein Gewerbe anmelden. Es reicht zu Beginn allerdings aus, dich beim örtlichen Gewerbeamt als Kleinunternehmer anzumelden. Und dazu hast du 3 Monate Zeit, nachdem die erste Zahlung bei dir eingegangen ist. Also kein Stress, aber auch nicht vergessen!

Ich würde dir außerdem an’s Herz legen, einen Steuerberater aufzusuchen und dich hinsichtlich deiner steuerlichen Rechte und Pflichten als angehender Unternehmer beraten zu lassen.

Und hier noch ein paar Tipps, wie du das Ganze angehen solltest:

  1. Nimm dir Stift und Block und schreibe alle Arten der Monetarisierung auf, die für dein Blog in Frage kommen.
  2. Erstelle eine Liste von Unternehmen und Produkten, die für dich und deine Leser interessant sind.
  3. Überlege, welche Arten von Kooperationen für dich interessant und auch möglich sind. Setze dir einen Zeitpunkt, zu dem du aktiv werden willst (z.B. „Am 1. des nächsten Monats geht’s los!“).
  4. Setze dir ein klares, finanzielles Ziel (z.B. „Ich möchte in einem Jahr monatlich 500 Euro mit meinem Blog verdienen“).
  5. Wähle die für dich passendste Art der Monetarisierung aus und implementiere sie. Werde aktiv, setze sie um. Setze dir ein Ziel, bis wann diese Monetarisierung den ersten Euro bringen soll (z.B. „In 4 Wochen will ich den ersten Euro mit Affiliate Marketing verdient haben“).
  6. Erstelle eine Muster-E-Mail, die du für Kooperationsanfragen verwendest.
  7. Melde ein Gewerbe an.

 

Zusammenfassung

  • Schließe für längerfristige Kooperationen Verträge ab, in denen die Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit genau festgelegt sind.
  • Für einmalige / kurzzeitige Kooperationen ist kein Vertrag nötig
  • Wenn möglich, minimiere dein Kostenrisiko durch Zahlung per Vorkasse
  • Zahlen die Kunden nicht, so baue nach angemessener Frist und kleineren Projekten die Leistungen wieder aus. Bei größeren Projekten bleibt dir der Weg eines Mahnverfahrens nicht erspart.
  • Formuliere deine Konditionen und speichere sie so ab, dass sie jederzeit greifbar sind
  • Nutze individuelle Anschreiben für deine Kooperationsanfragen und -antworten.
  • Lass dich vom Steuerberater beraten und melde ein Gewerbe an.
  • Beachte die obigen Tipps.

 

Dieser Artikel ist Teil der Artikelserie „Bloggen leicht gemacht – ein Guide für Einsteiger und Fortgeschrittene

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