Schreib Tools

Meine besten Tools zum Schreiben von Blogartikeln

Wenn man mit dem Bloggen anfängt, ist es sicherlich das Einfachste, wenn man neue Artikel über das Backend des Blogsystems erfasst und dann direkt auf veröffentlichen drückt. So hat sicherlich jeder Blogger angefangen (und vermutlich machen das auch viele noch immer so).

Mit der Zeit kann es allerdings passieren, dass man eine etwas flexiblere Lösung benötigt, da:

  • man mehrere angefangene Artikel im Entwurfs-Status hat
  • man je nach Zeit und Ort mit unterschiedlichen Geräten schreiben möchte bzw. muss (wie z.B. Desktop, Notebook, Tablet oder Smartphone)
  • man nicht immer eine Online-Verbindung hat und Blogposts auch mal offline schreiben möchte

Diese Anforderungen kann man mit Hilfe von simplen Textdateien, Dropbox und einer Auszeichnungssprachen wie z.B. dem Markdown-Format leicht und ohne jegliche Zusatzkosten erfüllen.

Nichts geht über simple Textdateien

Textdateien haben die angenehme Eigenschaft, dass sie von nahezu überall auf jedem beliebigen System mit jedem beliebigen Texteditor geändert werden können. Einen Texteditor gibt es auf jedem System dieser Welt. Manchmal sehr komfortabel und manchmal eher etwas “reduziert”. Es gibt auch ohne extra Installation immer eine Möglichkeit für Textdateien.

Beispielsweise gibt es mit Sublime Text einen fantastisch flexiblen Editor, der auf fast allen Plattformen lauffähig ist.

Wenn man dann dazu noch das SublimeText-Packet MarkdownEditing nutzt, dann hat man nicht nur ein wunderschönes neues Theme zum Schreiben aktiviert (leichter kann man Markdown kaum schreiben und erkennen), sondern man bekommt auch viele nützliche Tastatur-Shortcuts hinzu (z.B. für Textformatierungen).

Textdateien sind auf allen Plattformen leicht durchsuchbar und es werden Kompatibilitätsprobleme zwischen verschiedenen Betriebssystemen auf ein sehr geringes Minimum reduziert.

Jeder meiner zu schreibenden Artikel wird in einer separaten Textdatei in meinem Arbeitsordner gespeichert (für separate Blogs sind getrennte Unterverzeichnisse angelegt).
Mit der Arbeitsüberschrift und dem geplanten Datum für die Veröffentlichung im Dateinamen, ist die Übersicht jederzeit einwandfrei gewährleistet.

Dropbox für die Portabilität

Wie bereits angedeutet, schreibe ich meine Artikel auf den unterschiedlichsten Plattformen und Betriebssystemen. Und wie viele andere Autoren auch, arbeite ich oft abwechselnd an mehreren Artikeln mit unterschiedlichem Fortschrittsstand.

Damit ich hier auf den verschiedenen Plattformen immer direkt ohne Verzögerung weiterarbeiten kann, nutze ich für die Synchronisation der Textdateien Dropbox.

Meine Artikelentwürfe (pro Artikel eine Datei) befinden sich in einem speziellen Arbeitsordner, der auf jedes System mit Dropbox synchronisiert wird. Dropbox kümmert sich (einmal eingerichtet) völlig selbstständig um die Aktualität meiner Entwürfe und ich muss hier keinerlei Zeit und Energie investieren (außer dem anfänglichen Einrichten der Synchronisation).

Alles was Du hierfür benötigst, ist ein kostenfreier Dropbox-Account, den Du innerhalb weniger Minuten ganz leicht selbst erstellen kannst. Du kannst damit Deine Artikel auf jedem Gerät (Linux, Mac, Windows, iPhone, iPad, Android, etc) automatisch aktuell halten.
Solltest Du noch keinen Dropbox-Account haben, kannst Du Dir über diesen Referral-Link einen kostenlosen Account beantragen. Wir erhalten dann beide zusätzlichen kostenlosen Speicherplatz in Höhe von 500MB dazu.

Bedenken über Datenschutz habe ich hierbei nicht wirklich, denn wer sollte sich schon für meine kleinen Textdateien und deren Inhalt interessieren? Schließlich landet kurz darauf eh alles im Blog und ist dann öffentlich erreichbar.

Markdown: Attraktiv und sehr funktional

Ich bin im Laufe der Jahre davon abgekommen, meine Artikel bereits im HTML-Format zu schreiben.
Erstens hält mich die Formatierung in HTML beim Schreiben massiv auf und ich kann meine Gedanken nicht wirklich gut damit “zu Papier” bringen. Und Zweitens schleichen sich dabei immer wieder kleine Fehler ein, die später im Blogartikel evtl. das Schriftbild oder die Textformatierung nicht richtig aussehen lassen.

Deshalb bin ich inzwischen auf eine Textauszeichnungssprache umgestiegen: damit kann man seinen Text mühelos und schnell tippen, aber dabei dennoch bereits Textformatierungen für die spätere Veröffentlichung einbauen. Egal ob Überschriften, Aufzählungen, Einrückungen, Links oder Code-Beispiele, mit Markdown ist alles schnell und einfach möglich.

Ziel von Markdown ist, dass schon die Ausgangsform ohne weitere Konvertierung leicht lesbar ist, ohne den Benutzer bei der Erstellung einzuschränken.
Als angenehmer Nebeneffekt erhält man hinterher einen sauberen und fehlerfreien HTML-Code, ohne dass man hier Energie reinstecken müsste.

Falls Du mehr über Markdown erfahren möchtest, empfehle ich Dir die Seite von John Gruber, dem Erfinder von Markdown.

Die Tools meiner Wahl

Dropbox habe ich ja bereits erwähnt, um meine Artikel auf jedem Gerät aktuell zu halten.

Zum Schreiben selbst nutze ich um ehrlich zu sein je nach Gerät unterschiedliche Programme. Real betrachtet schreibe ich nur an drei oder vier verschiedenen Geräten mit unterschiedlichen Betriebssystemen:

Windows Desktop, Notebook und Netbook

Am Arbeitsplatz-Rechner mit Windows nutze ich meist das bereits erwähnte Sublime Text. Es ist schnell, übersichtlich und ich nutze es eh bereits zum Arbeiten.

Wenn ich jedoch so richtig ohne Ablenkung an langen Artikeln schreiben möchte, dann kommt Writemonkey zum Einsatz.
Ein schönes kleines Tool, welches man selbst in Dropbox ablegen und dann überall nutzen kann und womit man wirklich alle Vorteile zum ablenkungsfreien Schreiben in einem Programm hat.

Ich kann beide Tools nur sehr empfehlen!

Linux Desktop

Ich weiß nicht mehr genau, wie ich damals vor einigen Jahren auf PyRoom aufmerksam wurde, aber seitdem ist das mein Schreibtool unter Linux.

Es konzentriert sich auf das ablenkungsfreie Erstellen von Texten und damit erfüllt es genau meine Anforderungen. Und da ich am Linux-Rechner meist am Abend schreibe, habe ich dort ein dunkles Design gewählt, um die Augen nicht zu sehr zu belasten.

PyRoom tut genau das, was ich von ihm erwarte: es funktioniert.

Chromium Netbook

Bisher habe ich auf dem Netbook mit Chromium einfach eine Chrome-App mit Namen Writebox eingesetzt. Das hat bisher auch gut funktioniert.

Da ich aber vor wenigen Wochen plötzlich auf StackEdit aufmerksam wurde, ist das aktuell das Tool meiner Wahl auf dem Netbook unter Chromium.
Die Darstellung der Markdown-Sprache und die integrierte Vorschau sind absolut klasse und man kann sich kaum etwas Besseres wünschen.

Für das kleinere Display am Netbook oder auch auf einem fremden Rechner unterwegs sind beide Tools hervorragend geeignet.

Tablet und Smartphone

Am Tablet oder Smartphone füge ich meist nur ein paar Links hinzu, die mir passenderweise gerade über den Weg gelaufen sind und die ich in einem Artikel verwenden möchte.

Hierfür nutze ich z.B. die kostenlose Dropbox-App für Android. Angeblich soll auch Draft sehr gut sein. Habe ich jedoch bisher noch nie ausprobiert.

Für iOS gibt es ebenfalls eine App. Aber ich kann mangels iOS-Smartphone nichts dazu sagen.

Und so kommt alles in’s Blog

Nachdem ich einen Artikel fertiggestellt habe, konvertiere ich ihn in HTML (entweder durch das benutzte Tool selbst oder z.B. durch Dingus oder Showdown) und kopiere den Text in den Online-Blogeditor. Dann noch Kategorien, Tags und Bilder dazu und fertig ist der Artikel.

Die Kombination von synchronisierten Textdateien mit per Markdown formatierten Texten und von perfekt auf den Zweck optimierten Schreibtools bietet einen sehr mächtigen und reibungslosen Workflow für meinen Blogger-Alltag.

Wie bei allen Arbeitsschritten, kann man auch hier sicherlich noch das eine oder andere verbessern. Aber das sind aktuell “meine” Tools, die ich Dir hier jetzt gezeigt habe.
Vielleicht kannst Du damit ja für Dich das Eine oder Andere raus ziehen, damit Du noch besser an Deinen eigenen Artikeln arbeiten kannst.

Und Du?

Was benutzt Du beim Schreiben von Artikeln? Setzt Du eine ähnliche Kombination von Tools ein, oder hast Du bereits einen ganz anderen eigenen Workflow für Dich gefunden?

Ich würde mich sehr über Dein Feedback hier in den Kommentaren freuen!
Vielleicht kann ich ja an der einen oder anderen Stelle noch etwas besser werden.

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