Backlinks

Wichtige Infos über’s Linkbuilding, die ihr unbedingt kennen müsst

Infos & Tools, die jeder Linkbuilder kennen sollte

Linkbuilding kann eine schwierige und zeitraubende Disziplin bei der Optimieriung eurer Website sein.

Aktuell wird viel über das Thema „Linkless-Ranking“ diskutiert, also über den vollständigen Verzicht auf aktiven Linkaufbau. Alternativ wird hier der Fokus auf OnPage-Maßnahmen gelegt, wie z.B. hochwertige Inhalte und strukturierte Daten. Sogar Google stützt nach offiziellen Aussagen dieses Vorgehen. Googles John Mueller antwortete auf die Frage „is link building in anyway way good?“ mit dem Satz „in general, I’d try to avoid that“.

Hier das ganze, wirklich interessante Video vom Hangout.

Über die Wirkung von Linkless-Ranking gibt es bisher noch keine definitiven Fakten. Analysen und Tests zeigen allerdings, dass mit einer sehr guten OnPage-Optimierung in Nischen durchaus ein gutes Ranking zu erreichen ist – auch ohne Backlinks. Bei populären und umkämpften Keywords zeigt die alleinige OnPage-Optimierung allerdings keine ausreichende Wirkung, hier geht ohne Backlinks nicht viel. Und hier sind nicht irgendwelche Backlinks gemeint, sondern wertige Links von thematisch passenden Seiten.
Die Frage ist nun, wie ein solcher Backlink überhaupt bewertet werden kann.
Nach Abarbeiten dieser kurzen Checkliste könnt ihr eure Backlinkquellen schon einmal einigermaßen gut einschätzen.
  1. Land und Sprache
    Wenn ihr eine deutschsprachige Website in Deutschland betreibt, dann sollten auch die Backlinks von deutschsprachigen Webseiten aus Deutschland kommen. Wenige Links von ausländischen Seiten sind ok, aber die deutliche Mehrheit der Backlinks muss aus dem jeweiligen Land/Sprachbereich kommen.
  2. Indexierung
    Zunächst einmal könnt ihr schauen, ob die Seite überhaupt schon von Google indexiert wurde (sprich: ob sich die Seiten der Domain bereits im Google-Index befinden). Das könnt ihr mit der „site“-Abfrage machen. Dazu tragt ihr einfach den folgenden Ausdruck im Google Suchschlitz ein: site:www.zu-überprüfende-Domain.de
    Je mehr Seiten einer Domain bei Google zu finden sind, desto besser
  3. Themenrelevanz
    Schaut euch zunächst die Seite selbst an. Sind die Themen, die dort gespielt werden, für euch relevant? Ihr solltet versuchen, möglichst Links von Seiten zu erhalten, die thematisch zu eurer Seite passen. Google weiß, dass natürliche Links normalerweise dann entstehen, wenn eine thematische Relevanz besteht. Bekommt eine Apotheke einen Backlink von einem Reifenhändler, ist das unnatürlich und wird von Google auch so bewertet.
  4. Typ der Webseite
    Um welche Art einer Website handelt es sich? Links von Presseportalen, Social-Bookmark-Seiten, Webkatalogen etc. sind bei Google qualitativ niedrig eingestuft. Habt ihr von solchen Seiten zu viele Links, kann sich das sogar negativ auf eurer Ranking auswirken. Links von themenrelevanten Blogs oder Foren hingegen (möglichst aus dem Content, nicht aus der Blogroll ;-)) sind sinnvoll. Und wenn ihr einen Link von einer „Authority-Seite“ (also von einer Seite, die grundsätzlich als hochwertig anerkannt ist, wie z.B. die Seite einer Universität, einer bekannten Zeitschrift (z.B. Stern), …) erhalten könnt, dann solltet ihr den unbedingt mitnehmen.
  5. Anchor Texte
    Schaut euch an, wie die Seite verlinkt. Werden nur sogenannte „Money-Keywords“ verlinkt (also genau die Wörter, die ein User auch bei Google suchen würde, z.B. „Lebensversicherung“, „Sneaker“ oder „Brautkleid“), dann liegt die Vermutung nahe, dass die Seite Links verkauft oder zum Linkaufbau genutzt wird. In diesem Fall Finger weg. Eine solche Verlinkung ist unnatürlich und wird von Google früher oder später erkannt und abgestraft.
  6. Domain Authority
    Die Domain Authority bezeichnet die Wertigkeit einer Domain im Internet und ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Rankingfaktor bei den Suchmaschinen. Je besser die Authority, desto besser sollte das Ranking der Seite in den SERPs sein, denn wer als Autorität für ein Thema gilt, der stellt den Usern sicher entsprechend nützliche Inhalte zur Verfügung.
    Als Kriterien zur Festlegung der Domain Authority zählen z.B. das Alter der Domain, die Link-Diversifikation, das Backlinkprofil (z.B. Links aus vertrauenswürdigen Quellen), sogar das Autorenprofil kann sich positiv auf die Domain Authority auswirken, wenn z.B. der oder die Autoren einen guten Ruf in der Szene genießen.
  7. Der PageRank
    Die Bezeichnung „PageRank“ stammt von dem Google-Gründer Larry Page, der den Algorithmus zusammen mit Sergei Brin entwickelte. Der PageRank bewertete Webseiten ursprünglich nach dem Prinzip „je mehr Links eine Seite hat, desto wichtiger muss sie sein“. Der Algorithmus bewertete Seiten mit mehr auf sie verweisenden Links (egal, ob von externen oder von internen Seiten) besser, als Seiten mit weniger Links.
    Da diese Form der Ranking-Berechnung nicht mehr zeitgemäß ist und aktuell sehr viele zusätzlichen Faktoren in die Bewertung des Rankings einfließen, ist der PageRank eigentlich tot. Der öffentlich einsehbare PageRank wird von Google aus diesem Grund auch nicht mehr upgedated. Dennoch ist der PageRank ein Indiz bei älteren Seiten. Allerdings muss die Seite dennoch komplett betrachtet werden, da sich die Inhalte seit der letzten PageRank-Aktualisierung deutlich verändert haben können.
  8. Page Authority
    U.a. aus den obigen Faktoren errechnet Google die sogenannte „Page Authority“. Wer sich auf seinem Themengebiet als Experte / Autorität erweist, dem verleiht Google sozusagen ein Extra-Sternchen, welches sich im Ranking der Website bemerkbar macht. So ist z.B. Wikipedia für Google eine sehr große Autorität. Das könnt ihr daran sehen, dass Wikipedia zu vielen Themen, zu denen vielleicht gar keine so tollen Inhalte vorhanden sind, ein TOP-Ranking besitzt. Das liegt nicht immer an der Qualität der Inhalte, sondern auch an der „Page Authority“ von Wikipedia.
  9. Domain-Popularity
    Als Domain Popularity bezeichnet man die Anzahl an Backlinks, die von unterschiedlichen Domains auf eine bestimmte Website verweisen. Je mehr Links von verschiedenen (themenrelevanten ;-)) Seiten eine andere Seite erhält, desto wichtiger muss sie sein.
  10. IP-Popularity
    Ähnlich wie bei der Domain-Popularity betrachtet die IP-Popularity die Anzahl von Links, die von unterschiedlichen Servern kommen. Links von unterschiedlichen Servern bzw. verschiedenen Class-C Netzen werden dabei höher bewertet als Links vom gleichen Server oder vom selben Class-C-Netz.
  11. Anzahl ausgehender Links
    Als „ausgehende Links“ werden alle Links einer Webseite bezeichnet, die auf ein externes Linkziel verweisen, also auf einer anderen Website / Domain liegen. „Ausgehende Links“ werden auch als „externe Links“ oder „outbound links“ bezeichnet. Die Anzahl der ausgehenden Links sollte sich in einem natürlichen Verhältnis bewegen. Eine Seite ohne jegliche ausgehende Links ist unnatürlich, eine Seite mit sehr vielen ausgehenden Links kann ein Zeichen für einen Linkverkäufer oder eine Linkfarm sein.
Ihr seht, die Bewertung eines Backlinks besteht aus der Bewertung vieler einzelner Kriterien. Heute zählt nicht mehr die bloße Anzahl der Backlinks, die eine Seite hat, sondern die Qualität. Wenige, qualitativ hochwertige Backlinks sind vielen minderwertigen Backlinks definitiv vorzuziehen. Schlechte Backlinks (z.B. von Backlinks von spammigen Seiten) können eure Seiten sogar nachhaltig schädigen!
So. Um diese Bewertungen überhaupt vornehmen zu können, braucht ihr Tools. Und die meiner Meinung nach besten kostenfreien möchte ich euch hier vorstellen.
  • SEO United Backlink-Checker
    Ein gutes Tool, um schnell einen ersten Überblick über die Backlinks einer Seite zu bekommen.
  • Backlinktest
    Auf backlinktest.com könnt ihr Backlinkanalysen in Echtzeit durchführen. Die Ergebnisse dauern einen Moment (Echtzeit eben), aber ihr werdet durch eine sehr aufgeräumte und – auch grafisch – gut aufbereitete Ergebnisliste entschädigt. Zusätzlich bietet dieser Dienst die Möglichkeit, alle Ergebnisse als PDF herunterzuladen.
  • Open Site Explorer
    Der „Open Site Explorer“ liefert in wenigen Sekunden Resultate für Page Authority, Domain Authority, die Anzahl der verlinkenden Domains sowie die Anzahl der Backlinks. Im Detailbereich gibt es zahlreiche weitere Informationen und die Möglichkeit, zwei Domains gleichzeitig zu analysieren. Sehr empfehlenswert.
  • Majestic SEO
    Majestic SEO dürfte eines der besten freien Tools im Bereich Backlink-Analyse sein. Ausgezeichnet durch eine stets aktuelle Datenbasis liefert eine Analyse grafisch aufbereitete Auswertungen und jede Menge wichtiger Informationen. Ein Muss, wenn man kostenlose Backlink-Analysen durchführen will.
 Es gibt natürlich noch viele weitere Tools in diesem Bereich, aber die oben genannten sind die, mit denen ich selbst gerne arbeite und dich ich deshalb gerne weiterempfehle.

 

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